Meine erste Erfahrung - der erste Rausch

2003 bin ich das erste mal mit Drogen in Kontakt gekommen.
Einige meiner Nachbarskinder kifften (und wie ich später erfuhr wohnte einer der Dealer bei mir im Haus ganz unten) und so kam es beim abhängen und "Diesel" trinken irgendwann mal dazu das der Joint die runde machte. Ich hab erst kurz gezweifelt,aber warum auch nicht "die anderen machens doch auch und leben noch" dachte ich mir und zog fleißig mit.
Aus der heutige Sicht würde ich sagen,ich hab einfach keinen Mut zum nein sagen gehabt bzw dort schon versucht mich bzw meine Gefühle zu betäuben.
Uwe (einer der Jgdl vom Hof) rauchte täglich egal ob Bong,Jolly oder Pfeife ...
Am nächsten Tag ging ich nach der Schule ohne Umwege zu ihm in der Hoffnung das er noch was zu Kiffen für mich übrig hat.
Er schaute mich mit großen Augen an und nahm mich im ersten moment glaub ich nicht richtig ernst. Aber warum auch,denn schließlich war ich immer die mahnende,die mit  Predigen und Vorträgen davon abgeraten hatte sich den Drogen hinzugeben ...
(Wie sich das Blatt doch noch wenden kann?? *grübbel*)
Naja,nein konnte er aber trotzdem nicht sagen - schon gar nicht zu mir - seinem Engelchen,denn Uwe stand schon ewig auf mich. Allerdings lief nie irgendwas,er wusste das er überhaupt nicht mein Typ war - aber Freundschaft zählte für ihn damals sowieso viel mehr,er tat alles für mich!
Es verging eigtl kaum ein Tag an dem ich nicht Kiffte und die Menge stieg erstaunlich schnell.
Von anfänglichen Zügen am Joint,landete ich schnell bei der Piep und füllte ein kleines Sieb,nach wenigen Tagen schon ein großes und die Bong lies auch nicht lang auf sich warten. Dieser Rausch,ein Segen.
Gedanken gingen verloren,man lag einfach nur rum und "chillte" - Entspannung pur  von der Hölle daheim (obwohl die nur zwei Häuser enfernt war ...)
Mein tägliches Grün lies ich mir nicht nehmen,lebte meinen Alltag wie gewohnt weiter,hatte keinerlei Schwierigkeiten mit der "Sucht" klar zu komm oder ähnliches. Obwohl ich schon sagen muss,früh hoch zu komm wurde immer qualvoller - aber der Gedanken an meinen "Nachmittags und Abendkopf" lies meine Laune etwas steigen.


Nach meinem gesundheitlich bedingten Schulwechsel,lernte ich rasch neue Leute kennen - darunter auch wieder mehrere Kiffer ...
So kam es dann schon soweit,das wir in den Hofpausen fix um die Ecke verschwanden nur um zu rauchen uns wegzuballern!!
Damit kam ich überhaupt nicht klar, Chillmodus und gleichzietig konzentrieren auf den Lehrer??? *lach*
Wenn das jemand kann,Glückwunsch,ich saß auf meinem Stuhl,sah den rosa Dumbo durchs Zimmer fliegen und erfreute mich mit meinem Banknachbar so sehr darüber das wir nicht nur einmal zum Direx geschickt wurden sind und das nach der letzten "Der Lehrer - is so fett wie Dumbo und wir werden auf ihm fliegen" Aktion mit dem "stolzem" Endergebnis von der Androhung eines Verweises.

                               *Rums --- plautz --- aufgewacht*

Das saß richtig und hatte mich auf den Boden zurück geholt - aufeinmal war ich  sofort unten und begriff kurzerhand was hier in den letzten Wochen mit mir passierte und stellte (immerhin etwas ) den Konsum während der Schulzeit bzw am Tage ein,so lange ich noch etwas zu tun hatte. Das lief auch einwandfrei wenn auch zugegebener maße mit sehr viel Selbstbeherrschung. Meinen Realschulabschluss mit 2,3 Durchschnitt hatte ich dann auch in der Tasche
2005 gings für mich für 12 Wochen zur Reha-Kur und so kam ich etwas weg von dem Zeug.
Wieder zurück in LE war auch erstmal gar nichts mehr am Start,denn meine sogenannten Freunde" hatten mich einfach vergessen. Wer nicht zu sehen oder greifbar ist gerät bei solchen Freunden schnell in Vergessenheit,was ich aber nicht all zu tragisch fande ...
Nur der Uwe und ein,zwei andere freuten sich über meine Rückkehr ...
Gelegentlich rauchte ich noch mit bis ich irgendwann mit meinem Ausbruch aus der Hölle auch aus dem Viertel,ohne ein Wort zu irgendwen für immer verschwand.


12.8.13 12:11

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