Von hier,nach dort und nirgendwo ...

Ein paar sehr erlebnisreiche aber vorallem fürs Leben extrem lehrreiche Wochen verbrachte ich auf der Straße und lebte für mein empfinden ganz gut.

Hatte immer Kiffe,Alkohol,Essen und geschlafen wurde irgendwo ... Das Straßenleben hatte aus meiner Sicht nur Vorteile,bei dieser Aussage bleibe ich auch heute noch. Man lernt was Leben heißt,ordnet Prioritäten komplett neu und entfernt sich aus sehr gutem Grund von der verlogenen,heuchlerichen und materialischtichen Gesellschaft ein großes Stück weit weg. Mir tat diese Zeit extremst gut,nicht einen einzigen Tag davon würde ich missen oder ändern wollen.

Erlebtes hat mich viel gelehrt,verändert und geprägt. (bis heute noch)  Ich bin stolz auf diese Zeit - und auf die Leute mit denen ich all  dies erleben durfte und konnte *think on you sooo many day´s*
Die Polizei bekam mich dann wies zu erwarten  war doch irgendwann zu fassen und steckte mich so wie ichs gewollt habe ins Heim. (alles war besser als zu "IHR",in IHRE Wohnung zurück zu müssen)

FAIRBUND e.V. sollte von nun an mein "zuhause" sein eine Art betreutes Wohnen für schwer erziehbare Jugendliche und Problemkinder ...

(ja klar,dauer full könnt ich meine Kids auch nicht erziehen )

Bei FAIRBUND e.V. angekommen und eingezogen merkte ich gleich das ich dort eigentlich Fehl am Platze war. Die Storys der anderen heftiger und kranker als alles andere was ich bis dahin kannte. Diese WG war mir einfach zu viel,die Jugendlichen und deren Art einfach to much. Die suchten in diesem Heim Freunde für´s Leben - ich wollt dagegen einfach nur meine Ruhe,für mich sein,einfach nur allein sein ...
Den einen Abend kam einer der  Jugendlichen auf mich zu und meinte "wenn de auch ne runde Chillen willst komm mit raus"
Natürlich,kiffen - ich bin daaaaaaaaaaaaaaaaaaaabei!!

Endlich wieder grün,endlich wieder Entspannung pur und Hochleistungschillen
Aber wie er rauchen wollte war mir unklar.
Wir gingen in den Brettschneider-Park und er holte aus einem Gebüsch einen "Eimer" (hatte von dieser Konsumvariante zwar schon mal gehört,jedoch weder gesehen noch versucht) Aber irgendwann is immer das erste mal dacht ich mir,schaute ihm bei zu und ganz einfach wars nachgemacht!
Das war die geilste Dröhnung in meinem ganzen Leben,der erste EimerKopf und ich war komplett hinüber.
Lachflash ohne Ende,so das ich mir wirklich und wahrhaftig beinahe in die Hose gemacht hätte - jeglicher Müll und total beklopptes ließ mich erneut ins Lachen verfallen - es tat einfach nur gut ... ein unbeschreibliches Glücksgefühl durchlebte meinen Körper und hörte lange lange nicht mehr auf.
Natürlich blieb mein Konsum bei den Heimbetreuern nicht unbemerkt,so das es am gleichen Abend noch eine Abmahnung für mich gab - eine noch und ich fliege raus - selbst dies sorgte zum entsetzen des Betreuers bei mir nur für einen erneuten abermahls heftigen Lachflash,so das die Predigt auf den nächsten Tag verschoben wurde.
Abmahnung hin oder her - ich wollte mehr. Das Gefühl,ich wollt es sofort wieder und natürlich gingen wir auch an diesem Abend los.
Die großartige erhoffte Wirkung wie vom Vortag erreichte ich nicht,im Gegenteil.
Voll nachdenklich,grübbelnd über meinen Konsum und wo ich noch enden werde wurde ich immer trauriger und wütend auf mich selbst und meine "Familie" von denen sich keiner meldete --- ja,denn ich hatte gedacht, wenigstens an meinem Geburtstag etwas von Ihnen zu hören - nichts passierte.
Zurück im Heim kam mir dieser Betreuer gleich wieder blöde und als ich bockig und sauer in mein Zimmer wollt versperrte er mir den Weg - FALSCHER ZUG - wie er auch spätestens dann bemerkte als ich auf ihn los ging wie eine bekloppte - ja nahezu wie eine Irre!
Ich schlug mehrere Minuten auf ihn ein,bis er mich mit Hilfe eines Jugendlichen langsam im Griff hatte. Ich war wie weggetreten,begriff erst jetzt was sich in den letzten Momenten abgespielt hatte und wagte es mir  mögliche Konsequenzen auszumalen,während der Betreuer den Heimvorstand informierte und zu uns bestellte.
Das Ende einer langen,sinnlosen,Vorwurfsvollen und Mitleidsheuchelnden Diskussion war Psychatrie zur Diagnostik oder Rausschmiss mit Verlegung in ein anderes weit entferntes Objekt um mich von meinem schlechten Umfeld zu lösen! - Ähm,welches Umfeld?? -- Ich saß den ganzen Tag irgendwo rum oder schlief!?!
Weder noch,dachte ich mir ... ich hau allein ab!!
Nicht wegen "Freunden" (denn die hatte ich zu diesem Zeitpunkt durch mein vollständigen Rückzug in mich allein sowieso verloren bzw aufgegeben) sondern MIR schreibt niemand mehr was vor - da hätte ich auch bei Schlägerin Haike bleiben können!!!
Also haute ich mitten in der Nacht ab und gewann meine Freiheit erneut zurück.
Wohin ich gehen werde,wusste ich sofort.

Auf zum Bahnhof,geradeaus zu meinen alten Leuten die mich natürlich mit offenen aber dennoch verwunderten und fragenden Augen ansahen als ich ohne alles vor ihnen stand. Kurz erklärt was passiert war und schon hatte ich eine Unterkunft für die nächsten Nächte bei Miri und Drews gefunden.
Mein Tag war eigentlich immer gleich,aufstehen,etwas aufräum,einkaufen,nebenbei rauchen,feiern,saufen etc .... (viele lustige Storys gibts da zu erzählen,aber das wäre jetzt die falsche Stelle)
bis dann doch  endlich meine Volljährigkeit erreicht war.
                                         

                                            15.6.2007

 

 Ich bin 18 das heißt:

richtig FREI - UNABHÄNGIG von allen - ICH bin von nun an mein Herr *


 

und ein neues Kapitel in meinem Leben fing an ....

12.8.13 12:29

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